Was ist Phytotherapie?

Unter Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde versteht man die Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten durch Heilpflanzen, Pflanzenteilen und deren Zubereitungen.

Phytotherapie - Heilpraktikerin Martina Klemt, 59609 Anröchte

Die Phytotherapie ist wohl die älteste Therapieform überhaupt und ist mit berühmten Namen verbunden wie z.B:

  • Hippokrates von Kos (460 bis 370 v.Chr.),
    Begründer der Medizin als Wissenschaft, Urheber des Hippokratischen Eides
    (Festlegung  der ärztlichen Ethik und Schweigepflicht),
  • Galen (129-199 n. Chr.)Arzt
    (heute noch wird die Aufbereitung von Pflanzenteilen als Galenik bezeichnet),
  • Hildegard von Bingen (Klostermedizin, 1098-1179),
  • Paracelsus (Theophrastus Bombastus von Hohenheim) (1493-1541) Arzt
  • Sebastian Kneipp (1821 – 1898) Pfarrer

Im 20. Jahrhundert stellte der Arzt Dr. Rudolf Fritz Weiss die Heilpflanzenkunde auf eine wissenschaftliche Basis. Er gründete den ersten Lehrstuhl für Phytotherapie in Deutschland und sorgte für die Anerkennung durch die Schulmedizin.

In der Phytotherapie finden folgende Pflanzenteile Verwendung:

Blätter, Blüte, Holz, Hülse, Frucht, Knospen, Rinde, Samen, Stängel, Wurzel, Wurzelstock, Zweigspitzen und Zwiebeln.

Zu den Präparaten der Phytotherapie gehören neben Kapseln, Tabletten, Tropfen und Zäpfchen aus Pflanzenextrakten auch Heilpflanzentees, Bäder, Umschläge, Inhalationen und Wickel aus speziellen Zubereitungen.

Die besondere Wirkung der Heilpflanzen beruht auf ihrer meist sehr komplexen Zusammensetzung, unter anderem aus ätherischen Ölen, Alkaloiden, Bitterstoffen, Cumarinen, Flavonoiden, Gerbstoffen, Glykosiden, Mineralstoffen, Saponinen, Schleimstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.

Eine ganze Reihe von Heilpflanzen wurde mittlerweile wissenschaftlich untersucht und ihre Wirksamkeit anerkannt.

In meiner Praxis für Naturheilkunde "natürlich gesund“ verordne ich für Sie individuell zusammengestellte:

  • Fertigarzneimittel
  • Teerezepturen
  • Pflanzentinkturen
  • Salben und Cremes mit Heilpflanzenextrakten

und gebe Ihnen Empfehlungen für:

  • Inhalationen mit Pflanzenextrakten,
  • Therapien mit ätherischen Ölen
  • Bäder und Umschläge mit pulverisierten Pflanzenbestandteilen.

Ebenso gehören die Infusionstherapie und Injektionen mit naturheilkundlichen Präparaten zu meinem Leistungsspektrum.

Weiter geht es im nachfolgenden Kapitel "Bei welchen Erkrankungen kann die Phytotherapie vielfach helfen?".

Bei welchen Erkrankungen kann die Phytotherapie vielfach helfen?
  • Atemwegserkrankungen (akut und chronisch, z.B. Bronchitis, Heuschnupfen)
  • Erkältungskrankheiten (z.B. grippaler Infekt)
  • Rheumatischen Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis)
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, Gicht)
  • Harnwegsinfekte, Menstruationsstörungen
  • Leber- und Gallenerkrankungen (z.B. Gallenflussstörungen, Fettleber)
  • Hauterkrankungen (z.B. Akne, Neurodermitis, Schuppenflechte)
  • Herz und Kreislauferkrankungen (z.B. Blutdruckregulationsstörungen)
  • Magenerkrankungen (z.B. Reizmagen)
  • chronischen Erkrankungen und chronischen Schmerzen
  • häufige Infekte, zur Immunabwehrsteigerung (z.B. bei älteren oder gestressten Menschen, Kindern, Schwangeren, Allergikern)
  • Allergien
  • Wechseljahresbeschwerden (z.B. Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, innere Unruhe)
  • Erschöpfungszuständen und Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen und Leistungsschwäche
  • Schlafstörungen, Burnout und Depressionen
  • Verdauungsstörungen (z.B. Durchfall, Verstopfung)


Die Phytotherapie, auch Pflanzenheilkunde genannt, gehört zu den vom Gesetzgeber anerkannten besonderen Therapierichtungen.
Sie wird gerade in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau wissenschaftlich erforscht und weiterentwickelt.

Kleines Heilpflanzenlexikon

Baldrian

Baldrian
  • Schlaflosigkeit
  • Unruhe
  • Nervosität
  • Verdauungsstörungen

Brennessel

  • Ekzeme
  • Blasenleiden
  • Nierenleiden
  • Blutarmut (Anämie)

Eisenhut

  • Halsschmerzen
  • Ohrenschmerzen
  • Fieber

Holunder

  • Erkältungskrankheiten
  • Rheumabeschwerden
  • Gichtbeschwerden

Huflattich

  • Bronchitis
  • Husten
  • Asthma
  • Heiserkeit

Johanniskraut

  • Verdauungsstörungen
  • Wunden
  • Verbrennungen
  • Depressionen

Kamille

  • Nieren- / Gallenkoliken
  • Magen- / Darmerkrankungen
  • Entzündungen

Lavendel

  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Kreislaufbeschwerden
  • Verdauungsstörungen

Passionsblume

  • Schlafstörungen
  • Ängste
  • Nervosität
  • Reizdarm
  • Reizmagen

Pfefferminze

  • Erkältungskrankheiten
  • Entzündungen der Nasennebenhöhlen
    (Sinusitis)

Ringelblume

  • Wunden
  • Hauterkrankungen

Salbei

  • Atemwegserkrankung
  • Entzündungen
    Mund- / Rachenraum
  • Schwitzen

Spitzwegerich

  • Verdauungsstörungen
  • Blähungen
  • Wurmerkrankungen

Teufelskralle

  • Rheumatische Erkrankungen
  • Magen- / Darmbeschwerden

Tollkirsche

  • akute, plötzliche Beschwerden
  • grippale Infekte
  • Fieber

Weissdorn

  • Herzerkrankungen
  • Nervosität
  • Bluthochdruck